Beschreibung
Die Dyas ist ein sportliches Segelboot, das als Nationale Klasse des Deutschen Segler-Verbandes anerkannt ist. Die Baulizenz liegt bei der Dyas-Klassenvereinigung.
Das Boot wurde 2022 Gerneralüberholt und befindet sich in einem guten Zustand. Ein HARBECK Typ B 1200 DYAS einachs Trailer mit Typenschein ist inklusive und kann jederzeit angemeldet werden.
| Baujahr: 1979
Bootsmaße |
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|---|---|
| Länge üA: | 7,15 m |
| Breite üA: | 1,95 m |
| Freibord: | ca. 0,6 m |
| Tiefgang: | 1,10 m |
| Masthöhe: | 9,22 m |
| Gewicht (segelfertig): | min. 605 kg |
| Gewicht (Ballast, Kiel): | 300 kg |
Geschichte

1970 wurde die Dyas als Zweimann-Kielboot von Helmuth Stöberl (der auch Monas, Trias, Quartas, Condor 55 und Condor 70 sowie Akros und Fighter entwickelt hat) entworfen. Der Deutsche Segler-Verband sprach 1973 die Anerkennung als Nationale Klasse aus. Die Entwicklung als Einheitsklasse sollte den sportlichen Wettkampf fördern. Des Weiteren sollte der Einfluss des Materials so gering wie möglich sein. Der Rumpf besteht aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), der Mast und Baum aus leichtem Aluminium.
Beschreibung
Die Dyas ist ein offenes Kielboot mit Trapez und Spinnaker. Zum einfachen und schnellen Setzen und Bergen des Spinnakers ist das Boot mit einer Spinnakertrompete ausgestattet. Trotz einer aufwändigen Ausstattung mit sehr vielen Trimmmöglichkeiten ist die Dyas nicht nur ein sportliches, schnelles Regattaschiff, sondern auch ein sicheres Familienboot und Schulschiff zum Erlernen des Segelns. Das Boot kann mit einem Mittelklassewagen gut auf der Straße getrailert werden. Zum Wassern ist meistens ein Kran erforderlich – die bei kleineren Booten übliche Slipanlage kann wegen des Festkiels und des Tiefgangs von 1,10 Metern nur selten genutzt werden.
Regatta und Wettfahrten
Auf den meisten Revieren Deutschlands, der Schweiz, Österreichs und den Niederlanden werden Regatten für die Dyas veranstaltet. Besonders attraktiv ist auch der Europacup, der jährlich auf dem Gardasee ausgesegelt wird.
Entwicklung und Bauunterschiede
Über die Jahre wurde die Dyas schrittweise weiterentwickelt. Dabei gibt es je nach produzierender Werft Bauunterschiede. Die grundlegendsten Evolutionsschritte waren:
- Vorsegel: Die frühen Boote hatten eine Genua (Segel) und seitlich montierte Winschen, spätere Boote stattdessen eine Fock und Knarrblöcke
- Bedienung: Vom „Arbeiten am Mast“ zur zentralen Steuerung aller Leinen am Trimmpult.
- Traveller: Von der kurzen Bodenschiene zum hochgelegten Breitspur-System für aktiven Großsegeltrimm.
- Rigg: Vom statischen Mast, der mit Keilen getrimmt wurde zum dynamischen Rigg, das über Wanten- und Mastfußverstellung während der Fahrt getrimmt wird.
- Spinnakersetzen: Vom manueller Arbeit zur hocheffizienten Spibaum-Schleuder, teilweise sogar doppelt.
- Laminat: Frühere Dyas hatten ausgeschäumte Rümpfe, dann wieder Volllaminat, heute Vakuum-Infusionstechnik.
Spezifische Unterschiede der Modelle
1) Stöberl & Fritzmeier
- Bauweise: Erstserien von Stöberl in GfK/Handauflegeverfahren, später Bayer-Depotschaumverfahren (Fritzmeier).
- Vorsegel: Ausgelegt auf große Genua mit massiven Winschen und langen Genuaschienen auf Deck.
- Traveller: Meist einfache, kurze Traveller-Schiene auf dem Cockpitboden oder einer kleinen Brücke. Schlitten oft nur schwer unter Last zu verstellen.
- Masttrimm: Klassisches Rigg mit festem Mastfuß und Trimmkeilen. Mastbiegung wurde primär über das Achterstag kontrolliert. Wanten mit einfachen Lochschienen oder Standard-Spannern.
- Spinnaker: Keine oder sehr rudimentäre Spibaum-Schleudern auf dem Vordeck.










